Fotografie von Ulrich Kiel
Im Gleichgewicht (KW50.2016) Er hier ist im Gleichgewicht, frisch rausgeputzt und scheint etwas Aufregendes entdeckt zu haben.<br>“Etwas aufregendes zu entdecken“ gibt es auch bald auf kielkunst.de. Heute gibt es das letzte Bild der Woche in der heutigen Form.<br>Seid gespannt…
Warum der wissenschaftliche Name von Flamingos »Phoenicopteridae« ist (KW49.2016) Flamingos sind bereits in steinzeitlichen Höhlenzeichnungen Spaniens abgebildet, die auf das Jahr 5000 v. Chr. zurückgehen. Im alten Ägypten hatte eine Hieroglyphe, die die Farbe Rot darstellte, die Form eines Flamingos.<br><br>Oft wurde der legendäre Phönix als ein Flamingo dargestellt; von dieser Verbindung kommt auch die Wurzel Phoenic-, die sich in den wissenschaftlichen Namen der Flamingo-Gattungen findet.
Dendriten (KW48.2016) Raureif ist ein fester Niederschlag, der sich aus unterkühlten Wassertropfen von leichtem Nebel bildet.<br>Raureif wächst gegen den Wind, da die luvseitig ankommende Luft einen höheren Feuchtigkeitsgrad als im Lee in sich trägt.<br>Es entstehen vor allem entgegen der Windrichtung nadelförmige Eiskristalle in Form sechsstrahliger Dendriten.
Douglas Super DC-3 (KW47.2016) Im November 1973 ist am Strand von Sólheimasandur dieses Flugzeug der US-Navy aus noch immer ungeklärten Gründen abgestürzt. Die Crew konnte gerettet werden.<br>Seit über 40 Jahren liegt das Wrack nun dort im schwarzen Lavasand.
Ein ruhiger Herbsttag (KW46.2016) Denkt euch in das Bild. Es ist für die Jahreszeit verhältnismäßig warm, die Sonne scheint, die Landschaft hat sich herbstlich verfärbt. Ihr sitzt dort im Haus, einen heißen Tee in den Händen und blickt in den Fjord.<br><br>Außer dem Wind hört ihr nur die Brandung des Ozeans.<br><br>Mit diesem „Mindset“ geht in die neue Woche…
Reif (KW45.2016) Reif ist ein kristalliner, beinahe schneeartiger Belag und bildet sich auf wärmeabstrahlenden Flächen mit geringer Wärmeleitung, sobald der Taupunkt auf diesen Flächen unter dem Gefrierpunkt des Wassers liegt.<br>Man unterscheidet zwischen Reif, der auf eine Abkühlung der Erdoberfläche zurückzuführen ist, dem Strahlungsreif, und Reif, der auf einer horizontalen Luftbewegung beruht, dem Advektionsreif. Strahlungsreif tritt daher besonders in Bodennähe als gleichförmiger Überzug auf, während sich Advektionsreif bei hoher Luftfeuchtigkeit eher in Form feingliedriger Kristalle an Gegenständen bildet, und zwar entgegen der Richtung, aus der der Wind kommt.<br>Eine Advektion kann lediglich in Verbindung mit Wind stattfinden. Dies ist auch der zentrale Unterschied zum Strahlungsreif.
ice kalt (KW44.2016) Auch wenn der Eindruck entsteht, dieses Foto sei stark bearbeitet, dem ist nicht so.<br>Das Licht bildete an diesem wolkigen Nachmittag in Island eine großen "Softbox", welche diese gleichmäßgie Lichtverteilung verursachte.<br>Lediglich den Weißabgleich habe ich verändert. Das kann man gut am Himmel erkennen.
Allerheiligen (KW43.2016) In vielen Gegenden ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag und wird am 1. November begangen. <br>Und zwar in:<br>Österreich, Belgien, Liechtenstein, den katholisch geprägten Kantonen der Schweiz, den katholisch geprägten deutschen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie in Luxemburg, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Polen, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Litauen und den südostasiatischen Philippinen.<br><br>Das Bild habe ich vorgestern auf dem alten jüdischen Friedhof in Breslau gemacht, der heute als Museum der Friedhofskunst Teil des Breslauer Stadtmuseums ist.
Pjofadalafjöll (KW42.2016) Pjofadalafjöll heißt dieser Gebirgszug. Er liegt vor dem Gletscher Baldjökull in der Mitte Islands. Durch die geringe Schneedecke hindurch sind die Flussbetten gut zu erkennen.
farbarm (KW41.2016) Es hat geschneit in der letzten Nacht. Der Schnee blieb hier nur ein paar Stunden liegen, wie schon in den vergangenen Tagen. In der Nacht wird es so kalt, dass Schnee fällt, am Morgen taut er dann wieder weg. <br><br>Dieses Wetter und die herbstliche Färbung der Vegetation ergibt die Farbstimmung dieses Bildes. Wir sehen fast nur drei Farben. Den weißen Schnee und grauen Himmel, die gelb-braun-grüne Vegetation und die schwarze Lavaasche.<br><br>Island, September, 2016.
Ruhe (KW40.2016) In der Morgendämmerung zieht hier eine Familie Schwäne vom kühlen Island in den warmen Süden.<br>Übrigens seht ihr dieses Bild in den Farben, in denen es aufgenommen wurden - im Frühnebel vor grauem Himmel.
Horseroundup (KW38.2016) Einmal im Jahr, im September, werden in Island die Pferde vom Hochland geholt. Da dort im Winter sehr hoher Schnee liegt und es bitter kalt wird, werden sie beim „Horseroundup“ zusammengetrieben, ins Tal gebracht und ihren Besitzern zugeordnet. Danach kommen die Pferde erst noch, solange es das Wetter erlaubt, auf saftige Weiden. <br><br>Dieses Ereignis ist immer ein großes Fest, an dem auch Isländer gesehen werden, die sonst das ganze Jahr über sehr zurückgezogen leben. Alle kommen zusammen und feiern. Es wird viel gesungen und gelacht. Das Bild zeigt den Einlauf einiger der 300 Islandpferde des Nordens, die vor einigen Tagen in das schützende Flachland geholt wurden. Rund 400 Helfer haben in diesem Herbst beim Fangen der Tiere geholfen.
Tunnelblick (KW37.2016) Ich bin mit einer Metro ohne Fahrer gefahren -alles ganz automatisch. Das machte diese Aufnahme möglich. <br><br>Eine Sekunde Belichtungszeit aus der fahrenden Metro. Die Kamera habe ich an die Rückwand des letzten Waggons gehalten. Durch die schnelle Bewegung der Bahn entstand dieser „Tunnelblick“.
Mitbewohner (KW36.2016) Im Garten habe ich gestern Abend diese Kreuzspinne entdeckt. Von der Abendsonne beschienen, zeigt sie das charakteristische Muster der Araneus. <br><br>Kreuzspinnen können mit ihrem Biss die menschliche Haut nur an ihren dünnsten Stellen durchdringen. Der Biss ist nur unangenehm und medizinisch ohne langfristige Folgen, er kann jedoch deutlich wahrnehmbare Symptome hervorrufen.
fest im Blick (KW35.2016) Ich beobachte Dich schon eine ganze Weile...
51° 9' 59" N 8° 27' 23" E (KW34.2016) So nah und doch ganz schön ;-)
ein kleines Bad (KW33.2016) Auch wenn es nicht hochsommerlich ist in diesen Tagen: <br>Einfach mal abtauchen und ein bisschen rumträumen...
Ameisen im Mondlicht (KW32.2016) Übrigens:<br> Die Antennen sind die wichtigsten und vielfältigsten Sinnesorgane der Ameisen. Sie dienen hauptsächlich zum Tasten, Riechen und Schmecken. Ameisen können damit Temperaturänderungen, Luftströmungen und den Kohlendioxidgehalt der Luft wahrnehmen. Wahrscheinlich ist auch der Feuchtesinn auf den Antennen zu finden. Außerdem dienen die Antennen in hohem Maße der taktilen Verständigung zwischen den Individuen.
stop (KW31.2016) Die meisten großen Vögel landen, genauso wie Flugzeugpiloten, am liebsten gegen den Wind. Bei Windstille orientieren sie sich an der Nord-Süd-Achse des Erdmagnetfelds. Weil das Landen über einer Wasseroberfläche besonders schwierig ist, dient der Magnetsinn der Tiere zusätzlich als "Neigungsmesser". Vermutlich finden die Vögel anhand der Feldlinien den optimalen Winkel zur Wasseroberfläche. Sie folgen dann den Feldlinien in einem bestimmen Winkel und landen schließlich sanft auf dem Wasser. <br><br> Hier sehen wir eine Landung vom letzten Wochenende an der Nordsee.
Echtes Johanniskraut (KW30.2016) Was es im Garten nicht so alles gibt...
Umarmung (KW29.2016) Diese Hummel umarmt gerade den Pollenstand einer Stockrose. Obwohl bei diesem Bild kaum ein Teil scharf ist, ergibt sich durch die Gesamtkomposition, gerade wenn man das Bild im Großformat betrachtet, ein stimmiger Gesamteindruck. Die einzelnen Pollen, die noch am ehesten scharf sind, geben die notwendigen Details, die unscharfen Flügel im Hintergrund lassen die Größenverhältnisse erkennen. Der fehlende Kopf verwirrt zunächst, der Blütenstand erinnert vielleicht ein bisschen an Korallen.<br><br>Viel bearbeitet habe ich hier nicht. Ein bisschen die Kontraste und Farben korrigiert, das wars.
Skateboardcontest und Soziolekt (KW28.2016) Gestern und heute wurde der 19. Paderborner BBQ Skateboardcontest veranstaltet. In den Gruppen Amateure, Profis und Legends traten regionale und überregionale Skateboarderinnen und Skateboarder in den Kategorien Street Skateboarding und Freestyle Skateboarding gegeneinander an. <br> Neben den Skatern hat mich auch die professionelle Moderation beeindruckt. Viel verstanden habe ich auf Anhieb nicht. Klar, die Figuren und Sprünge haben wie bei anderen Sportarten besondere Bezeichnungen. Gefühlt waren das schon mal mehr als 30 unterschiedliche. Aber auch bei der restlichen Moderation habe ich sehr gestaunt. Und für das, was mich so erstaunt hat, habe ich gerade den Begriff <i>Soziolekt</i> ergoogelt. <br> Wikipedia erklärt den Soziolekt: "Gruppensprachen unterscheiden sich von der Umgangssprache und der Hochsprache u. a. dadurch, dass ihre Begriffe eindeutig bezeichnet sind, aber in der Regel nur innerhalb der jeweiligen Gruppe verständlich sind oder verwendet werden. In dieser Hinsicht bildet auch jede Fachsprache eine Gruppensprache, nämlich die der Gruppe der jeweiligen Fachleute. Auch Grammatik und Intonation können sich unterscheiden." <br> Das war schon großartig.
Schmetterturm (KW27.2016) Ja, dieses Bild ist bearbeitet. ;-)
Wetterleuchten (KW26.2016) Am Donnerstagabend kurz vor 0:00 Uhr war SO ein tolles Wetterleuchten hier, da musste ich noch einmal vor die Tür<br>- bis zum 2:00 Uhr. Aber dafür sind ein paar tolle Fotos entstanden. Zwei weitere Blitzbilder von letztem Donnerstag findet ihr bei den Naturbildern.
Sommerminuten (KW25.2016) In diesem Jahr muss man ja ziemlich auf Zack sein, wenn man solche Aufnahmen machen will. Andererseits ist es natürlich auch nicht schlecht, wenn es an (gefühlt fast jedem) Tag die Möglichkeit gibt, Sonnenschein, Regen und Hagel zu erwischen. Also wie immer: Es kommt darauf an, wie man es betrachtet.<br>Hier oben betrachtest du einen Gast auf unserem Spierstrauch (Spiraea japonica).
Schattenspender (KW24.2016) Theaterlicht ist schon was tolles. Hier sehen wir das Licht eines großen Spots mit ganz weichem Licht von links hinten und eine etwas schwäche Lichtquelle von schräg vorne mit hartem Licht direkt auf die zwei "Schattenspender".<br> Aufgrund der rechten Lichtquelle sind die zwei gut ausgeleuchtet, der große Spot produziert das wunderbarsche Schattenspiel.
hassen (KW23.2016) hassen (engl. "Mobbing" [sic!]) ist ein ornithologischer Fachbegriff. Darunter ist ein Verhalten vieler Vogelarten zu verstehen, mittels lauter Alarmrufe, (Schein-)angriffe und anderer Methoden potentielle Feinde zu vertreiben und Artgenossen vor diesen zu warnen.<br><br> Greifvögel und Rabenvögel vertragen sich in keiner Weise. Es gibt oft Revierstreitigkeiten, welche wie gezeigt ausgetragen werden. Da der Adler "hinten oben" nicht richtig im Blick hat, greifen Krähenvögel meist von dieser Position an.<br><br> Hier will die Krähe den Adler vertreiben, weil in der Nähe ihr Nest ist. Beobachtet haben wir das in München.
Wochenendeende (KW22.2016) Übrigens:<br> Der Rechtsbegriff Wochenende wird in Deutschland nicht rechtbegrifflich definiert. Vielmehr wird er vorausgesetzt und vom Gesetzgeber unter anderem im Apothekengesetz und im Familienrecht verwendet. <br><br>Der Montag ist seit dem 1. Januar 1976 in der Bundesrepublik Deutschland als Wochenbeginn genormt (EN 28601, ISO 8601 und DIN 1355). In der DDR trat diese Änderung bereits 1969 in Kraft. Folglich beginnt das erste Wochenende eines Monats, wenn der erste Samstag eines Monats auf dem Kalenderblatt steht.<br><br>Das Bild habe ich gestern Abend in Bremerhaven aufgenommen.
Löwenzahn (KW21.2016) Übrigens:<br>Durch das frühe Erscheinen seiner Blüten ist der Löwenzahn eine wichtige Bienenweide, die der Entwicklung der Bienenvölker im Frühjahr dient, bei größeren Vorkommen auch eine Frühtracht-Honigernte ermöglichen kann. Löwenzahnhonig hat ein kräftiges Aroma, ist im frischen Zustand goldgelb und dickflüssig und kandiert feinkörnig zu einem dann gelblichen Honig aus.Für ein Kilogramm Honig muss ein Bienenvolk über 100.000 Löwenzahnblütenbesuche durchführen.
Pfingsten (KW20.2016) Übrigens:<br>Pfingsten ist grundsätzlich am 50. Tag nach dem Ostersonntag. Da jedoch im Christentum die Feste Ostern und Pfingsten wegen der Bedeutung des Auferstehungstages Jesu auf einen Sonntag gelegt wurden, wird bei der Zählung der fünfzig Tage der Ostersonntag als erster Tag berücksichtigt. Der Pfingstsonntag fällt damit stets auf die Zeit zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. <br><br>Am Seltensten, nämlich nur zweimal, fiel der Feiertag auf den 12. Mai. Das geschah 1799 und 1940, und erst im Jahre 2391 wird es wieder so weit sein. <br><br>Auf dem Foto sehen wir den Blick auf den Altar mit dem vom Designer William Pye Kolymbion 2008 geschaffenen Taufbecken der Kathedrale von Salisbury in Südengland.
krasse Kresse (KW19.2016) Heute zeige ich euch ein bisschen Kresse. <br><br>Die habe ich auf den Tisch gestellt, gut beleuchtet und mit Wasser besprüht. Dann habe ich ca. 40 Aufnahmen mit Lupenobjektiv geschossen und mittels "Stacking" diese Bilder dann zu einem Bild zusammenmontiert, um etwas mehr Tiefenschärfe zu bekommen.<br><br>Wärt ihr bei dieser Vergrößerung auf Kresse gekommen?
nach oben (KW18.2016) Die Stockholmer U-Bahn ist eine gigantische Kunstgalerie. Mehr als 90 der 110 Stationen sind mit Kunstwerken von ca. 150 verschiedenen Künstlern ausgeschmückt.<br><br> Hier seht ihr die Haltestelle Solna Centrum (blaue Linie). Mirjam war zwar leider nicht persönlich zugegen und die Liftanzeigen stammen aus dem Museum, aber im Original ist die Welt auch nicht schwarz/weiß.
draußen sitzen? (KW17.2016) Noch ist es nicht gut vorstellbar, doch es wird die Zeit kommen, da können wir wieder draußen sitzen. Ganz bestimmt.</br>Diesen Freisitz habe ich im letzten Herbst in Kanada entdeckt. Dort war zum Zeitpunkt der Aufnahme das Wetter ähnlich wie heute bei uns. Und obwohl dieses Sitzmöbel vor einer traumhaften Kulisse stand, bleibt es dabei: Nass ist nass, da bleibt kein Auge trocken.
Wer bist du denn? (KW16.2016) Am letzten Wochenende in München hab ich dieses ungleiche Pärchen entdeckt...
Aufbruch (KW15.2016) Eine große Gruppe Goldammern und ein Dutzend Buchfinken suchen sich ein Abendessen in der heutigen, schon fast frühlingshaften Abendsonne...
Schleckermäulchen (KW14.2016) Bald geht das Gesummse wieder los - lecker Pollen in der Sonne schlecken...
genau anders (KW13.2016) Guckt euch das Bild an und überlegt, was ihr seht.<br>...<br>...<br>...<br>...<br>Genug nachgedacht?<br>...<br>ok, <a href="http://kielkunst.de/kw16_13/" target="new">>>>hier<<<</a> ist die Auflösung.
happy spring begin (KW12.2016) Heute ist Frühlingsanfang. Nicht mehr lange, dann können wir wieder Sterne in kleinen lila Kugeln sehen (Allium) - fotografiert Anfang Mai 2015. <br><br>Happy spring begin.
Schneckentanz (KW11.2016) Dieses Bild habe ich im vergangenen Herbst morgens gegen 6:00 Uhr gemacht. Manchmal (aber wirklich eher selten ;-)) lohnt sich frühes Aufstehen...
Krokusblitze (KW10.2016) Zu diesem Bild gibt es eine Menge zu sagen - zu viel für diese Textbox. Es gibt auch erstmals einen kleinen Film zum Bild. Alles nur einen <a href="http://kielkunst.de/krokus/" target="new">>>>Klick<<<</a> entfernt.
Waterworld (KW 09.2016) Also gut, dieses Bild ist nicht völlig unbearbeitet. ;-) Es ist eine Mischung aus sechs Einzelbildern. Beim Zusammensetzen gab es hier kaum Probleme mit der richtigen Perspektive. Bei Quallen ist es (relativ) unerheblich wie diese eingesetzt werden. Einzig der Lichteinfall ist hier zu beachten. Der Regen fällt von oben nach unten - auch recht einfach, das Licht kommt direkt von oben. </br></br>Wichtig war bei diesem Composing, dass der Blick der Person von der größten Qualle im Vordergrund aufgefangen wird und dass diese - da sie in der selben Schärfebene wie die Frau liegt, scharf abgebildet ist. Die beiden anderen Quallen sind weiter vom Betrachter entfernt. Diese haben deshalb einen Weichzeichner bekommen, damit es realistischer aussieht.</br>Das ganze Bild hat dann noch einen "Blaustich" bekommen, damit es etwas mehr nach unter Wasser aussieht.</br></br>Das Wasser kommt von einer beblitzen hochgeworfenen Schüssel mit Wasser und der Lichtspot von oben ist gerendert. Fertig.</br></br>So im Nachhinein finde ich das Bild ein wenig zu kitschig, aber irgendwie witzig find ich es trotzdem.
girlnsect (KW 08.2016) Hier ist nicht viel photoshopped. Ihr seht das Ergebnis des Siegers der Bodypaintingweltmeisterschaften aus dem letzten Jahr - Kategorie Special Effects. Wer selbst mal dabei sein will: <a href="http://www.bodypainting-festival.com/de/" target="new">hier</a> gibts Infos für die Veranstaltung 2016...
Multisack (KW 07.2016) Heute noch einmal Tanz: Dieses Bild ist aus 11 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. 10 mal "im Sack gepost" und in Photoshop zusammengeschraubt. Klick <a href="http://kielkunst.de/auf-der-buehne/" target="new">hier</a> für einen Vorher- / Nachher-Vergleich, bei dem ich auch beschrieben habe, was in den 3 Stunden der Nachbearbeitung passiert ist.
gold / blue (KW 06.2016) Viele Bilder und wirklich alle Filme, die ihr seht, wurden mit LUTs (Lookuptables) versehen. Ziel der Verwendung dieser LUTs ist es, einen bestimmten Farblook zu erzeugen.<br/><br/>Wenn bei einem Bild der menschliche Hautton eine wichtige Rolle spielt, ist die LUT gold/blue gebräuchlich. Das hat den Effekt, dass Farben, die im Originalbild im grünen/blauen/türkisen Bereich liegen, in den Komplementärbereich zur Haut verschoben werden.<br/><br/>So habe ich es auch bei diesem Bild gemacht.
Matrix (KW 05.2016) <b>(fast) alles echt.</b> Der Sprung erinnert ein bisschen an <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Film)" title="Matrix" target="new">Matrix</a>. Aber bei diesem Bild kommen nur die Partikel aus dem Computer, der Sprung ist echt!</br>Für Freunde der Blitztechnik sei noch gesagt, dass ich hier zwar mit zwei Blitzen gearbeitet habe, die Belichtungszeit jedoch bei 1/1000 Sekunde liegt, um den Körper komplett scharf abzubilden. Bei der "normalen" Blitzlichtfotografie wäre das nicht möglich. Die neue Technik der Highspeed-Blitzsynchronisation macht's möglich.
verdaut (KW 04.2016) Sonntag Nachmittag - grau, Nieselregen, kalt. Perfekt, um das Makroobjektiv auszupacken. Die fleischfressende Pflanze von der Fensterbank, ein bisschen Licht, ein bisschen Photoshop. Bitte schön...
Schnee auf Rosen (KW 03.2016)
Medusen jagen (KW 02.2016) Lange Zeit gingen Experten davon aus, dass Quallen (Medusen) mehr oder weniger passiv durch die Ozeane treiben. Studien der letzten Jahre konnten jetzt aber zeigen, dass das keineswegs der Fall ist. Je nach Art ist sogar ein echtes Räuberverhalten beobachtet worden.<br/><br/>Mithilfe des Rückstoßprinzips kommen die Quallen im Wasser voran. Manche Quallenarten können um die 400 Meter pro Stunde zurücklegen. Sie jagen Zooplankton - also Krebse, Garnelen, Fischlarven und kleine Fische.
Überflug ins neue Jahr (KW 01.2016) <b>Im Jahre 153 v. Chr.</b> verlegten die Römer nach ihrem Kalender den Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar, auf den Tag des Amtsantrittes des Konsuls. Damit verloren auch die Zählmonate (September, der siebte; Oktober, der achte; November, der neunte; Dezember, der zehnte) die ihren Namen entsprechenden Positionen.<br/><br/> Bis zur Festsetzung des Neujahrstages <b>im Jahr 1691</b> durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar galt in weiten Teilen Europas der 6. Januar als Jahresbeginn.
Weihnachtslied vs. christmas carol (KW 52.2015) Ein Weihnachtslied ist ein Lied, das zu Weihnachten gesungen wird, weil der Liedtext einen Bezug zum Feiertag herstellt. In der englischen Sprache existiert der Begriff „Christmas carol“, der nicht alle Weihnachtslieder umfasst, sondern nur solche, bei denen die Musik eine traditionellere Form annimmt. So wäre White Christmas z. B. nach dieser Definition kein „carol“, sondern „nur“ ein Lied, weil der musikalische Stil nicht der Tradition der Carols entspricht. Bezüglich des Textes wird jedoch nicht zwischen Carols und anderen Weihnachtsliedern unterschieden.
überall anders (KW 51.2015) Auf dem Mond gibt es bekanntlich keine Atmosphäre. Der Himmel ist dort immer schwarz, das Licht der Sonne trifft ungehindert auf die Oberfläche, erscheint also grellweiß. Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre, die hauptsächlich aus Kohlendioxid und kleinen Rostteilchen besteht. Der Himmel ist dort - mittags wie abends -gelblich rot. Auf der Venus besteht die Atmosphäre zwar auch hauptsächlich aus Kohlendioxid, sie ist aber sehr dicht. Zudem wird sie von einer 20 Kilometer dicken Wolkenschicht umgeben, die zum größten Teil aus Schwefelsäure besteht. Das Sonnenlicht kann diese dicken Schichten nur schwer durchdringen. Farbaufnahmen sowjetischer Venus-Sonden lassen aber vermuten, dass der Himmel von der Venusoberfläche aus betrachtet gelb-orange aussieht.<br><br>Nur bei uns ist es bunt...
Trichome (KW 50.2015) Trichome (Haare) bilden sich bei Pflanzen aus einer oder mehreren Epidermiszellen. Sie haben viele verschiedene Funktionen. Dabei wird zwischen diesen Haarformen unterschieden: Drüsen-, Brenn-, Klimm-, Fühl-, Absalz-, Saughaare und Hadythoden. <br>Drüsenhaare beispielsweise haben ein verdicktes Köpfchen, in dem eine Flüssigkeit eingeschlossen ist (oftmals ätherische Öle), die bei Berührung platzt. Der intensive Duft dient zum Fraßschutz und zur Abwehr. Ganz allgemein schützen Haare die Blattoberfläche vor starker Verdunstung durch Wind und schützen somit vor Austrocknung. Sie dienen auch als Fraßschutz (vor allem durch Insekten und Schnecken) oder zusätzlich als Sonnenschutz.
Wärmflaschen (KW 49.2015) Ein Vorläufer der Wärmflasche war ein heißer Ziegel oder ein heißer Stein, der zum Vorwärmen in ein Tuch geschlagen und in das Bett gelegt wurde. Um etwa 1520 gab es die ersten Flaschen aus Zinn, vermutlich wurden sie auch schon zum Wärmen verwendet. Später wurden die Behälter aus Zink, Kupfer, Messing, Aluminium, Glas oder Steingut gefertigt und auch in der Form anatomisch angepasst. Die Steingutflaschen (zum Beispiel Selterswasserflaschen) wurden von den unteren Bevölkerungsschichten benutzt, die sich kein Modell aus Metall leisten konnten. Gefüllt wurden diese Flaschen entweder mit Wasser oder mit heißem Sand. Da Kupfer die Wärme besonders gut leitet und sich gut formen lässt, war es im 18. Jahrhundert das bevorzugte Material für Wärmflaschen. Neben den Bettflaschen dienten bis ins 19. Jahrhundert auch mit Deckel versehene Wärmepfannen aus Messing als Bettwärmer, die vor dem Schlafen unter die Decken geschoben und mit glimmenden Kohlen befüllt wurden.
Hitzflimmern (KW 48.2015) Zugegeben, es fällt gerade der erste Schnee und das Bild passt auf den ersten Blick nicht so recht zur Jahreszeit. Aber: Die Erscheinung des Hitzeflimmerns kann auch dann auftreten, wenn bei Eis und Schnee unterschiedliche Luftdichten durch Abkühlungseffekte entstehen. Grundsätzlich entsteht <strong>Hitzeflimmern</strong> durch aufsteigende Luftschichten verschiedener Temperaturen und die dadurch entstehende unterschiedlicher Luftdichte. Aufgrund der Schwankungen der Luftdichte ändert sich der Brechungsindex der Luft. An den Grenzschichten unterschiedlich erwärmter Luftmassen wird das Licht unterschiedlich gebrochen, was dann als Hitzeflimmern wahrgenommen werden kann. Bei dieser Fotografie aus dem Flugzeug heraus, ist die heiße Luft der Triebwerke der Auslöser.
Sandsturm (KW 47.2015) Dieses Bild ist vorgestern bei Windstärke 9 am Den Haager Strand entstanden. Leider hatte ich nur das iPhone dabei, aber auch hier kann man den peitschenden Sand und die vom Sturm erzeugten Sandformationen gut erkennen. Es könnte sich auch um künstliche Architektur handeln.
Körperbemalung (KW 46.2015) Die Tradition der Kriegsbemalung ist sehr alt und existierte in fast allen Kulturen der Erde. Schon die Pikten, Britannier, Gallier und Germanen färbten sich das Gesicht mit blauer Farbe. Der Sinn der Kriegsbemalung besteht darin, sich ein furchterregendes Äußeres zu geben und so den Gegner zu verunsichern und ihm Angst einzuflößen. Die Kriegsbemalung ist somit eine sehr alte Form der psychologischen Kriegführung. Viele germanische Stämme zogen vollständig schwarz bemalt in den Kampf. Die Indianer benutzten oft rote Erdfarben, was ihnen die abfällige Bezeichnung „Rothäute“ eintrug. Anonymität ist bei der Kriegsbemalung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wenn ein Stamm seine Nachbarn überfällt, ist davon aus zu gehen, dass den Opfern die Gesichter der Aggressoren oftmals bekannt sind. Schließlich ist man sich an den Wasserstellen, beim Handel, bei Festen und Feiern, oder bei anderen Gelegenheiten begegnet. Doch unter einer Kriegsbemalung ist der Einzelne nicht mehr zu erkennen. Er verwandelt sich in einen Fremden und kann so auch viel brutaler vorgehen, als er es ohne die unkenntlich machende Kriegsbemalung tun würde. In modernen Armeen wird Tarnschminke genutzt, zur Tarnung des Gesichtes.
Halloween (KW 45.2015) hæləˈwiːn, hæloʊ̯ˈiːn/, deutsch auch: ˈhɛloviːn, von All Hallows’ Eve. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus.<br>Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Bräuche des Halloween in seiner US-amerikanischen Ausprägung auch im kontinentalen Europa. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So wurden insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern in das kommerziell erfolgreiche Umfeld <strong>Halloween</strong> eingegliedert.<br><br>Rübengeistern ist seit den 1940er Jahren ein Herbstbrauch von Kindern in verschiedenen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Dabei wird in eine ausgehöhlte Rübe ein Gesicht geschnitzt und von innen durch eine Kerze beleuchtet.
Nebel (KW 44.2015) Was man über <strong>Nebel</strong> wissen kann? Erst bei einer Sichtweite von weniger als 1 km spricht man von Nebel (Sichtweiten von ein bis vier Kilometer nennt man Dunst). Leichter Nebel: Sichtweite von 1000-500 Meter, mäßiger Nebel: 500-200 Meter, starker Nebel: weniger als 200 Meter Sichtweite. Sichtweite? Ok, als Sichtweite bezeichnet man die größte horizontale Entfernung, bei der im Gelände ein dunkles Objekt in Bodennähe gerade noch vor hellem Hintergrund erkannt werden kann.
(Augen)-blick (KW 43.2015) Der Lichteinfall ins Auge wird durch die Iris geregelt. Sie kann die Pupille mithilfe zweier Muskeln enger oder weiter stellen. Die Steuerung der Muskeln erfolgt durch das vegetative, also unbewusste Nervensystem. Wird nun in einer Situation, in der das Gehirn den Bedarf erhöhter Aufmerksamkeit erkennt, das vegetative Nervensystem aktiviert, erweitern sich die Pupillen. Das führt dazu, dass mehr Licht ins Auge gelangt und dadurch mehr von der Umwelt wahrgenommen werden kann. Wissenschaftler haben übrigens nachgewiesen, dass sich beim Anblick eines sexuell attraktiven Menschen sowohl bei Männern als auch Frauen die Pupillen weiten, wobei heterosexuelle Männer diese Reaktion bei einer attraktiven Frau zeigten, homosexuelle Männer hingegen beim Anblick attraktiver Männer. Bei heterosexuellen Frauen weiteten sich die Pupillen sowohl bei Männern wie auch bei Frauen, homosexuelle Frauen reagierten stärker auf Frauen
Gesichtsfeld (KW 42.2015) Mit <strong>Gesichtsfeld</strong> bezeichnet man in der Physiologie alle zentralen und peripheren Punkte, die bei ruhiger, gerader Kopfhaltung und geradeaus gerichtetem, bewegungslosem Blick visuell wahrgenommen werden können, auch ohne sie direkt zu fixieren. Das Gesichtsfeld anderer Lebewesen unterscheidet sich von dem des Menschen teilweise recht deutlich: Schleiereule 160°, Schnecken bis 200°, Krokodil 290°, Turmfalke 300°, Frosch ca. 330°
Seegang (KW 41.2015) Der Ausdruck <strong>Seegang</strong> (fälschlich auch: Wellengang) bezeichnet eine Oberflächenerscheinung der Ozeane und Meere in Form von Wellen. Es handelt sich um die aktuelle vom Wind erzeugte statistisch verteilte Bewegung der Wasseroberfläche. Die Wellenhöhe definiert sich als der vertikale Abstand zwischen Wellental und Wellenscheitel. Nach dem deutschen Kapitän Peter Petersen umfasst die Seegangsskala die Stärken von 0 bis 9. Sie wurde erst 1927 veröffentlicht, und ist seit 1939 international anerkannt und durch die Weltorganisation für Meteorologie eingeführt.
ein wunderbarer Ort (KW 40.2015) An genau dieser Stelle ist dieses Bild entstanden. Morgens um 6:49 Uhr. Elf Minuten nach Sonnenaufgang. Wie ihr bei genauem Hinsehen erkennen könnt, wird vor hohen Klippen gewarnt. Wenn ihr euch den Ort über den Link auf google maps anseht, seht ihr die exponierte Lage. Ein wunderbarer Ort für einen Start in einen Urlaubstag...
die jungen (KW 38.2015) Weißkopfseeadler gehören mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,50 Metern zu den größten Greifvögeln Nordamerikas. Normalerweise erkennt man die Vögel an ihrem weißen Kopf. Jedoch ist der Kopf bei Jungvögeln noch dunkel. Bei dem Exemplar hier handelt sich um einen von zwei jungen Brüdern, die ich auf Neufundland entdeckt habe. Mitten in den Klippen an der Küste waren die zwei auf Beutefang.
Kosmopolit (KW 36.2015) Musca domestica kommt fast überall auf der Welt vor, lediglich in Wüsten sowie polaren und hochalpinen Landschaften ist sie nicht zu finden. Damit ist die Stubenfliege ein Kosmopolit. Ein Kosmopolit (gr. kosmos „Welt“, polites, „Bürger“, „Einwohner“) ist ein Lebewesen, das im ihm zusagenden Biotop (Lebensraum) weltweit oder über weite Teile der Erde verbreitet ist. Das zugehörige Adjektiv ist „kosmopolitisch“, das (treffendere) Synonym ist „geopolitisch“ (in allen tiergeographischen Regionen verbreitet). In Abgrenzung zum Kosmopolit ist ein Ubiquist (lat. ubique „überall“) eine Tier- oder Pflanzenart ohne spezifische Ansprüche an ihre Umwelt, sie kann daher unter sehr unterschiedlichen Bedingungen gedeihen.
brennendes Metall (KW 35.2015) Bengalisches Licht, bengalische Flamme, bengalisches Feuer ist ein Effekt der Pyrotechnik unter Benutzung eines meist farbigen pyrotechnischen Satzes. Die Flammenfärbung ist abhängig von dem verwendeten Metall, das dem Brennstoff zugemengt ist. Der Begriff bengalisch entstammt der historischen Region Bengalen im heutigen Bangladesch und Nordost-Indien. Die dortigen Fürstenhöfe wurden durch bunte Lichter beleuchtet, die durch chemische Reaktionen erzeugt wurden. Gegenwärtig werden bengalischen Feuern in Form von Fackeln meist Rauchsätze zugemischt. Diese sind für die Leuchtkraft nicht notwendig.
ohne Zusammenhang (KW 33.2015) Ich habe gestern dieses Bild von einer Person des öffentlichen Lebens aufgenommen. Das Bild ist unbearbeitet. Bei vielen Bildern, gerade im Bereich Reportage, sind es erst die Hintergrundinformationen zum aufgenommenen Photo, welche das Bild in das eine oder andere Licht rücken. Erst durch die Information der näheren Umstände werten wir das Gesehene. Das scheint gerade bei so einem Bild, wie dem hier gezeigten wichtig. Welche Person des öffentlichen Lebens ist dort abgebildet? Wenn das Bild nicht bearbeitet wurde, warum dann der farbige Hintergrund? Zu wem spricht die Person, was sagt sie? Ist es ein ernstes Thema, ist es Unterhaltung, beides?
Logger (KW 32.2015) Wasser ist der leistungsfähigste Transportweg. Die größten beweglichen Bauwerke der Menschheit sind Schiffe. Das längste Containerschiff der Welt maß 1970 immerhin schon 217 Meter (Sydney Express), 2003 ist es mit 352 Metern die Axel Mærsk und seit Mai 2015 ist es die Barzan mit 400 Meter Länge und 58,60 Meter Breite. Der Dreimastmarstoppsegelschoner Mare Frisium im Vordergrund wurde 1916 als Logger unter niederländischer Flagge zu Wasser gelassen wurde. Er ist knapp 50 Meter lang, 6,7 Meter breit und weist eine Segelfläche von 634 Quadratmeter auf. Logger (auch Lugger oder Lougre) bezeichnet diesen historischen Schiffstyp des 18. Jahrhunderts.
Panorama (KW.31.2015) Panorama (von Griechisch pan, all, und horama, Sicht) nennt man eine perspektivische Darstellung von Landschaften oder Ereignissen, die von einem festen Punkt aus von mehreren Personen gleichzeitig zu übersehen sind. Das Panorama geht auf den Iren Robert Barker (1739–1806) zurück. Am 19. Juni 1787 meldete er in Edinburgh ein Patent an, das als "an entire view of any country or situation, as it appears to an observer turning quite round" umschrieben wurde. Bemerkenswert daran ist auch, dass hier erstmals ein Kunstobjekt wie eine technische Erfindung patentiert wurde. Ursprünglich ließ er es unter dem Namen "la nature à coup d'oeil" (Natur auf einen Blick) eintragen, änderte jedoch (unter anderem aus markttechnischen Überlegungen) später den Namen auf "Panorama".
Einbürgerung (KW 30.2015) Im Vordergrund sehen wir den Rüssel, der zur Nahrungsaufnahme dient. Dieser ist bei den Königinnen etwa 13 mm, bei Arbeiterinnen 12 mm und bei Drohnen um die 10 mm lang.
purple (KW 29.2015) Vor zwei Wochen war ich beim World Bodypainting Festival am Wörthersee. Vor der einzigartigen Kulisse des Wörthersees fanden zum sechsten Mal die Weltmeisterschaften der Kunstform des Bodypaintings statt. Schon die Steinzeitmenschen malten mit Erdfarben: mit Ocker, dem schwarzen Manganoxid oder mit der Holzkohle. Sie malten mit Tierhaaren, die sie an Stöcke banden oder sie trugen die Farben gleich mit der Hand auf. Gewonnen wurden diese natürlichen Pigmente aus farbigen Erden. Diese Pulver vermischte man mit einem Bindemittel wie z. B. Wasser und pflanzlichen Ölen oder tierischen Fetten. Die Verwendung der Farben ist aus Funden in Höhlen wie der „Grotte Chauvet“ in Südfrankreich, die zu den bedeutendsten „Bilderhöhlen“ der Welt zählt, belegt.
Telemichel (KW 28.2015) Links, der Heinrich-Hertz-Turm. Das höchste Gebäude Hamburgs, nennen die Hanseaten Telemichel. Der Turm dient neben der Abstrahlung von Fernseh- und Radioprogrammen dazu, dass Mobilfunknetz in Hamburg aufrechtzuerhalten. Dazu wird übrigens soviel Strom verbraucht, wie 40 deutsche Einfamlienhäuser im Durchschnitt verbrauchen. Und, auch sehr wissenswert: Wenn man im Juli den Sonnenaufgang über Hamburgs Dächern fotografieren will, dann muss man wirklich wirklich früh aufstehn...
destruktive Inteferenz (KW 27.2015) Etwa 5.000 Jahre ist es her, seit die Sumerer das Sieden von Seife erfanden. Als Nebenprodukt entstand damals auch die erste Seifenblase. In der Schwerelosigkeit überleben Seifenblasen mit etwa einer Minute übrigens doppelt so lang wie auf der Erde. Die Blasenwand dort auch ist dicker und gleichmäßiger und übersteht auch einen Nadelstich. Da die Wand einer Seifenblase eine gewisse Dicke hat, wird einfallendes Licht zweimal reflektiert – einmal an jeder Seite der Wand. Und jetzt bitte mitdenken: Die leicht unterschiedlichen Weglängen der beiden Lichtstrahlen an der äußeren Wand führen zu einem "Gangunterschied" zwischen ihnen. Wenn der Gangunterschied genau die Hälfte einer Wellenlänge beträgt, fallen die Wellentäler des einen Strahls mit den Wellenbergen des anderen zusammen. In der Summe ergibt sich Null, also eine Auslöschung der entsprechenden Farbe. Dies nennt man destruktive Interferenz, im Gegensatz zur konstruktiven Interferenz, bei der sich die beiden Strahlen durch einen anderen Gangunterschied positiv überlagern.
Urlaubszeit (KW 26.2015) <strong>Urlaub</strong> ist "die Zeit, die ein arbeitsfähiger Arbeitnehmer, Beamter, Soldat oder auch Selbständiger von seinem Arbeitsplatz berechtigt fernbleibt, obwohl nach Tages- und Wochenzeit eigentlich Arbeitsleistungen zu erbringen wären." Sprachgeschichtlich geht der Begriff Urlaub auf das alt- und mittelhochdeutsche Substantiv urloup zurück, das zunächst ganz allgemein „Erlaubnis“ bedeutete. In der höfischen Sprache der mittelhochdeutschen Zeit bezeichnete es dann die Erlaubnis wegzugehen, die ein Höherstehender oder eine Dame dem Ritter erteilen konnte. So baten im Hochmittelalter Ritter ihren Lehnsherren um urloup. Eine weitere Überlieferung ist, wenn die Ernte (aus der Land- oder Weinwirtschaft) eingebracht war, konnten die Knechte und Mägde zum Altbauern, dem "Ur" gehen und um Er"laub"nis fragen. Allen Lichtgestalten: Schönen Urloup.
brothers in arms (KW 25.2015) Seit ein paar Wochen bin ich im Makrofieber. Deshalb habe ich meine Makrorubrik aufgestockt. Elf neue Bilder - vom Rüsselkäfer bis zum Klatschmohn. Noch eine Kleinigkeit zum Bild: Echsen sind in der klassischen Systematik eine Unterordnungen der Schuppenkriechtiere. Diese werden noch in folgende Teilordnung gegliedert: Leguanartige, Geckoartige, Skinkartige und Schleichenartige.
gemeinsam (KW 24.2015) Matsch statt Marathon: Vielen Sportlern reichen 42 Kilometer nicht mehr als Herausforderung. Sie gehen stattdessen in Extremläufen an ihre Grenzen - und kämpfen sich durch Matsch, springen von Baugerüsten, robben unter Stacheldraht oder bekommen Stromstöße. Angebote gibt es reichlich. Vor zwei Wochen war ich bei den Mud Masters dabei. Mit über 10.000 Teilnehmern schon ein etwas größeres Event. Es ist wirklich ein Erlebnislauf der besonderen Art. Die Strecke und die Hindernisse sind inspiriert von den Trainingsparcours der Militärs und Spezialeinheiten vieler Nationen. Im Vordergrund bei den Mud Masters stehen Kraft, Ausdauer und Teamgeist. Am wichtigsten ist es, die Strecke gemeinsam zu überwinden und zusammen durchs Ziel zu laufen. Eine tolle Veranstaltung – auch für Zuschauer.
Sommer (KW 23.2015) Eine Möglichkeit an einem freien Freitag ist ja, bis mindestens 10:00 Uhr zu schlafen und dann mal in Ruhe zu gucken, was der Tag so bringt. Vor zwei Tagen hat mein Wecker um 4 Uhr (morgens!) geschellt. Auf ins Auto, hin zu Auen der Region und Augen auf! Eine Erkenntnis ist, dass trotz des Sonnenaufgangs um 5:10 Uhr der überwiegende Teil der Libellen, Käfer und des sonstigen Getiers wohl lieber etwas länger schläft. Vor sieben Uhr war noch nicht viel los. Aber gelohnt hat es sich trotzdem...
Graffiti (KW 22.2015) Die ersten Graffiti fanden sich im Alten Ägypten. Damit sind nicht die reich ausgestalteten Wandmalereien in den Tempeln und Grabstätten gemeint, sondern gemäß der Definition private, gekratzte Inschriften, die sich auf Tempeln, in Gräbern, auf Felsen und Statuen befinden. Es finden sich spätestens seit dem Alten Reich – also 2707–2216 v. Chr. – Graffiti in verschiedenen Schriften und Sprachen. So z. B. demotische, phönikische, aramäische, meroitische, lateinische und griechische Inschriften. Thematisch umfassen sie u. a. Segenswünsche, Gebete, Verehrungen von Göttern und Tempeleide. Zu diesem, gestern von mir aufgenommenen Bild, gibt es mal wieder ein vorher / nachher Bild.
little trees (KW 21.2015) Brokkoli ist ja bei Kindern manchmal nicht sooo beliebt. Deshalb nennen ihn in den USA Eltern, die ihren Kindern dieses Grüngemüse schmackhaft machen wollen, oft little tree. Und schon schmeckt es besser... Dieses Bild ist wieder ein Stacking aus vielen (146) Einzelbildern. Dieser Aufwand ist notwendig, weil bei qualitativ hochwertigen Aufnahmen dieser Größenordnung nur eine Schärfentiefe von wenigen µMetern erreicht werden kann. Um den little tree von vorn bis hinten scharf abzubilden, werden viele Bilder mit variierendem Schärfebereich aufgenommen und dann mit entsprechender Software verrechnet.
ein schöner Fleck (KW 20.2015) Mabel Island, beschienen von den letzten Sonnenstrahlen des Tages, liegt hier. Der durchziehende Nebel lässt die Mabel Island wie eine abgeschlossene kleine Welt erscheinen. Und da wir hier ja jede Woche auch etwas lernen: Nephologie ist der Fachbegriff für Fachrichtung der Wolkenkunde in der Meteterologie.
ein schöne Bad (KW 19.2015) In Zedlers Universallexikon von 1733 wird eine öffentliche Badestube beschrieben: „Es siehet aber eine Badstube also aus: Es ist nemlich ein niedriges Gemach, an dessen einem Ende ein Ofen, neben diesem Ofen aber ein Kessel mit heißen, und ein Kübel mit kalten Wasser ist, daraus man schöpffen, und wie man es brauchen will, die Wärme mäßigen kann. An denen Wänden sind Bäncke vor und über einander, darauf man sich höher oder niedriger setzen kann, nachdem man starck oder gelinde zu schwitzen verlanget, und diese werden die Schwitz-Bäncke genennet. Diejenigen, welche naß baden wollen, setzen sich in eine Bade-Wanne, die mit Wasser angefüllt ist.“
Momentchen (KW 18.2015) Ein Momentchen nur dauert es, bis der Regentropfen aus der undichten Dachrinne auf unserem Regenfass landete. Als Moment wird - Überraschung - umgangssprachlich eine kurze Zeitspanne benannt. Weit weniger bekannt ist, dass im angloamerikanischen System diese Zeitspanne genau festgelegt ist. Und zwar auf 90 Sekunden!
Turban (KW 17.2015) Gestern gab es hier einen kurzen Regenschauer. Direkt im Anschluss schien wieder die Sonne - perfekter Moment für eine Fotopirsch. Der Name dieses Tropfenfängers auf den Bildern geht über türkisch tülbend auf persisch دلبند / dulband zurück und bezeichnete ursprünglich einen Turban. Die Herkunft der ersten Silbe lässt sich bis zum Sanskrit-Wort तूल / tūla, das mit „Baumwolle“ übersetzt wird, zurückführen. Wahrscheinlich erfolgte die Bedeutungsübertragung des Begriffs wegen der Farb- und Gestaltähnlichkeit der Tulpen zu den damals üblichen Turbantüchern vornehmer Osmanen.
blaue Stunde (KW 16.2015) Der Begriff blaue Stunde bezieht sich auf die besondere Färbung des Himmels während der Zeit der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit. wikipedia sagt zur blauen Stunde in der Fotografie: In der Fotografie wird die blaue Stunde für sogenannte Available-Light-Aufnahmen genutzt. Gegenüber Aufnahmen bei absoluter Dunkelheit ist dadurch auch die Umgebung leicht erhellt und somit besser sichtbar, die Kontraste zwischen Hell und Dunkel sind abgemildert und die Bilder weisen eine interessante Stimmung auf. Die Tatsache, dass die Beleuchtung innerhalb von Gebäuden in den fotografisch gleichen Kontrastumfang der nicht künstlich beleuchteten Fassade und Umgebung rückt, und der Farbkontrast zur Straßen- und Gebäudebeleuchtung bieten fotografische Anreize. Die unterschiedlichen Farbtemperaturen (Blau des Himmels, Orange der Glühbirnen) machen solche Fotos ungewöhnlich bunt. Dieser Effekt wird durch die notwendige lange Belichtungszeit noch verstärkt.
200.000 pro Tag (KW 15.2015) Der Schaufelradbagger im Vordergrund kann am Tag bis zu 200.000 m³ Erdreich wegbaggern; der im Hintergrund sogar 240.000 m³ / Tag. Das bedeutet, dass dieser Bagger in jeder Stunde mehr Erdreich bewegt, als alles Gold der Welt, welches jemals gefördert wurde. Oder auch: Schüttet man 240.000 m³ Erde auf ein Fußball, ergibt das eine Höhe von 33,61 Meter. Schreib doch einen kurzen Kommentar Kommentare zu diesem Bild:
frohe Ostern (KW 14.2015) Ostern ist am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlings-Vollmond. Für die zyklische Bestimmung des Frühlingsvollmondes wurde der 19-jährige Mondzirkel herangezogen. 19 Jahre entsprechen 235 Mondmonaten, und es gibt nur 19 verschiedene Daten für den Frühlingsvollmond, nämlich zwischen dem 21. März und dem 18. April den 5. April, 25. März, 13. April, 2. April, 22. März, 10. April, 30. März, 18. April, 7. April, 27. März, 15. April, 4. April, 24. März, 12. April, 1. April, 21. März, 9. April, 29. März und den 17. April (Reihenfolge chronologisch über 19 Jahre). Ein Osterparadoxon oder eine Osterparadoxie besteht, wenn der tatsächliche Frühlings-Anfang und/oder der Frühlings-Vollmond nicht an den Tagen eintreten, die dafür im Berechnungsverfahren des Osterdatums verwendet werden. Der berechnete Oster-Termin weicht in einem solchen Fall von dem Termin ab, der aus den tatsächlichen Ereignissen folgen würde.
im Rhönrad (KW 13.2015) Das Rhönrad wurde 1920 von Otto Feick in Schönau a.d. Brend in der bayerischen Rhön erfunden. Der Sohn eines Schmiedes war bereits als Kind in zwei Wagen-Reifen in Reichenbach (Pfalz) vor der Schmiede des Großvaters den Berg heruntergerollt. Später entwickelte er das "Sportgerät" dann weiter. Das erste internationale Rhönradturnier fand 1930 in Bad Kissingen statt. 1936, bei den Olympischen Spielen in Berlin, wurde dieser Sport vorgeführt, jedoch nicht als olympische Disziplin. Im Jahre 1995 wurden der Internationale Rhönradturn-Verband (IRV) gegründet und die 1. Rhönrad-Weltmeisterschaft ausgetragen.
diesig (KW 12.2015) Für die Sofi war ich sehr gut vorbereitet - inkl. eines selbst gebastelten Sonnenfilters. Doch dann gab es den perfekten Graufilter von der Natur. Nebel! Keine Sonne zu sehen, kein Mond zu sehen... Aber da es kein schlechtes Wetter für Fotografie gibt: Zeit für Nebelfotos.
primavera (KW 11.2015) Nun kann es ja sein, dass ihr im Frühling unterwegs seid. Da ist es manchmal wichtig, dass ihr die Menschen dort versteht. Hier eine kleine Hilfe zum Frühling: Afrikaans: lente Albanisch: pranverë Altgriechisch: ἔαρ (ear) Arabisch: ربيع (ra'abīʿ) Aragonesisch: primabera Armenisch: գարուն (karun) Aserbaidschanisch: yaz, bahar Asturisch: primavera Baskisch: udaberri Bosnisch: proljeće Bretonisch: nevez-amzer Bulgarisch: пролет (prolet) Chinesisch: 春天 (chūntiān) Dänisch: forår, vår Englisch: spring, springtime Esperanto: printempo Estnisch: kevad Färöisch: vár Finnisch: kevät Französisch: printemps Friaulisch: Vierte, Primevere Galicisch: primavera Georgisch: გაზაფხული (gazapkhili) Griechisch (Neu-): άνοιξη (ánixi) Guaraní: arapoty Gujarati: વસંતૠતુ (vasantar̥̄tu) Hebräisch: אביב (aviv) Hindi: वसंत (vasanta), बसंत (basanta) Indonesisch: musim bunga, musim semi Interlingua: primavera Irisch: earrach isiZulu: intwasahlobo Isländisch: vor Italienisch: primavera Japanisch: 春 (はる, haru) Kasachisch: Қөқтем (köktjem) Katalanisch: primavera Koreanisch: 봄 (bom) Kroatisch: proljeće Kurdisch (Sorani): به هار (behâr) Ladino: aisciöda Latein: ver Limburgisch: vreugjaor, veurjaor, lente Lingala: eleco ya mbula Madagassisch: loha Malaiisch: musim bunga Maori: kōanga Mapudungun: pewü Marathi: वसंतऋतु (vasantar̥tu) Mokscha: tunda Mongolisch: хавар (chawar) Niederdeutsch: Fröhjaar (Fröhjahr), Förjaar Niederländisch: lente, voorjaar Nordsamisch: giđđa Norwegisch: vår Okzitanisch: prima Pandschabi: ਵਸੰਤ (vasãta) Persisch: بهار (behār) Polnisch: wiosna Portugiesisch: primavera Quechua: chirawmit'a, pawcarmit'a Rätoromanisch: primavaira Rumänisch: primăvară Russisch: весна (wesná) Samoanisch: tau e fuga mai ai lā'au Sanskrit: कुसुमाकरः (kusumākaraḥ) Schwedisch: vår Serbisch: пролеће (proleće) Sesotho: selemo Slowakisch: jar Slowenisch: pomlád, vígred Somalisch: gu' Sorbisch: keine Entsprechung Obersorbisch: nalěćo Spanisch: primavera Thai: สปริง (s̄pring), ฤดูใบไม้ผลิ (vdū bımị̂ p̄hli) Tschechisch: jaro Tschetschenisch: bcästee Türkisch: ilkbahar, bahar, ilkyaz Turkmenisch: bahar Ukrainisch: весна (wesna) Ungarisch: tavasz Walisisch: gwanwyn Weißrussisch: вясна (viasna) Westfriesisch: maitiid
schön gezauselt (KW 10.2015) Wenn ein 150 Millionen Kilometer entfernter Gasball seine Energie freigibt, dann sieht das durch unsere puschelige Atmosphäre betrachtet, morgens und abends schon mal toll aus. Das Foto ist in den Farben nicht bearbeitet. Dem Besucher scheint es jedoch ein bisschen zu windig zu sein. Naja, zumindest ist es regenfrei...
Farbe von Wasser (KW 09.2015) Welche Farbe hat Wasser? Eins schon mal vorab: Wasser ist nicht farblos. #1 Die Farbe eines Mediums ist grundsätzlich das Ergebnis der Wechselwirkung auftreffender elektromagnetischer Strahlung (Licht) mit den Molekülen des Mediums – in diesem Fall des Wassers. Ohne Licht also keine Farbe, soweit klar. #2 Der Mensch vermag Licht mit Wellenlängen zwischen 350 Nanometern (violett) und 750 Nanometern (rot) wahrzunehmen. Ungefiltertes Sonnenlicht dieses Wellenlängenbereichs empfinden wir als weiß. Erst wenn diesem weißen Licht bestimmte Wellenlängen entnommen werden, entstehen die Farbeindrücke. #3 Die Farbe von Meerwasser wird wesentlich von den Spiegelungen der Pflanzen und des Himmels bestimmt. Auch eine große Anzahl von Kleinstlebewesen beeinflußt, wie wir die Farbe der Wasseroberfläche wahrnehmen. Aaaber: Wasser ist schon blau, aber nur ganz wenig. Es ist so ähnlich wie mit einer sehr hellblauen Glasscheibe. Guckt man durch eine Scheibe aus ganz hellblauem Glas, sieht man die Farbe kaum. Schauen wir durch viele solcher Scheiben, sehen wir das Blau deutlicher.
music nonstop (KW 08.2015) Aufgrund ihrer im Vergleich zu Blasinstrumenten geringen Lautstärke war die Gitarre bis 1920 in größeren Musikgruppen auf eine Rolle als reines Rhythmusinstrument festgelegt. Die Entwicklung der E-Gitarre (um 1920) wurde von dem Wunsch getrieben, dem Instrument eine größere Lautstärke zu verschaffen. Das wurde notwendig, da sich die Gitarristen im Jazz mit rein akustischen Instrumenten nur schlecht gegen Bläser oder auch nur ein einzelnes Klavier durchsetzen konnten. Erste Methoden, um dieses zu erreichen, waren die Vergrößerung des Korpus akustischer Instrumente und in den 1920er-Jahren die Entwicklung der Resonatorgitarre. Etwa 1930 hatte sich herausgestellt, dass das Ziel nur durch elektrische Verstärkung des Klangs zu erreichen war. Diese Methode hatte aber auch Gegner, die eine Verwahrlosung der Musik prophezeiten.
Schatten (KW 07.2015) Je nach Anzahl der Lichtquellen wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Schatten unterschieden. Bei mindestens zwei Lichtquellen gibt es den Kernschatten und Halbschatten. Der Kernschatten ist der Raum hinter einem beleuchteten Objekt, der von keiner Lichtquelle beleuchtet wird. Erst die Existenz mindestens einer zweiten Lichtquelle kann einen Kernschatten und darum herum maximal so viele Halbschattenflächen erzeugen, wie Lichtquellen vorhanden sind. Wenn man im Bild oben die reflektierende weiße Wand als zweite Lichtquelle betrachtet, wäre auf dem rechten Bein der linken Tänzerin der Halbschatten (von der Wand) und der Schatten auf der Wand selbst, der Kernschatten.
Kontraste (KW 06.2015) Der Kontrast ist ein Unterscheidungsmerkmal für den Helligkeitsverlauf eines Bildes oder zwischen zwei Bildpunkten. Der Kontrastumfang oder die Dynamik beschreiben den Intensitätsunterschied zwischen dem hellsten und dunkelsten Punkt eines Bildes. Während das menschliche Auge den in der Natur auftretenden Kontrastumfang relativ problemlos meistert, stoßen wir bei dem Bemühen, das Gesehene festzuhalten, an teilweise ernüchternde Grenzen. In der digitalen Fotografie entscheidet neben dem Kameraobjektiv der Analog-Digitalwandler über den Kontrastumfang. Fotos mit besonders hohem Motivkontrast geben eher helle Bildanteile noch heller und eher dunkle Bildanteile wiederum noch dunkler wieder als im abgebildeten Motiv. Das Bild erscheint so für den Betrachter kontrastreich (also das Gegenteil von „flau“), zeigt dem Betrachter insgesamt jedoch weniger Details, das heißt in dunklen (Schatten) sowie in hellen Bereichen (Lichtern) ist keine Zeichnung mehr sichtbar, es lassen sich also keine Details erkennen.
lautlos (KW 05.2015) Zum Jagderfolg der Schleiereulen trägt maßgeblich der nahezu lautlose Flug bei, mit dem Schleiereulen ihre Beute überraschen. Weiches, mit Flaum gepolstertes Gefieder und spezielle Zähnelungen an den äußeren Federn reduzieren das Flugpfeifen enorm. So können Fluggeräusche die Beute nicht warnen und die Eulen beim Hören nicht stören. Wenn das Restlicht der Nacht nicht mehr zum Sehen reicht, verlassen sie sich ausschließlich auf ihr Gehör, und damit entgeht ihnen keine raschelnde Maus. Der bis zu 270 Grad wendbare Kopf ermöglicht Eulen, sich mit ihren nach vorn gerichteten Augen blitzschnell einem Geräusch zuzuwenden. Selbst bei Minimallicht von weniger als einem Lux sehen Schleiereulen bestens. Am letzten Wochenende ist die Eule auf dem Bild direkt an meinem Kopf vorbei geflogen. Ich habe wirklich wirklich gar nichts gehört - außer dem Auslöser meiner Kamera ;-)
schwerelos (KW 03.2015) Beim Feuerwerk der Turnkunst ist ganz schön was los. Wer das selbst sehen möchte, folge dem Link. Wer noch weitere Bilder von der Veranstaltung sehen möchte, klicke hier.
Felix (KW 02.2015) Hier eine Auflistung aufgezeichneter Orkane in Deutschland: Märzorkan 1876, März 1876 (Spitzengeschwindigkeit: Ca. 170 km/h) Augustorkan 1956, 25. August 1956 (Spitzengeschwindigkeit im Flachland über 120 km/h) Adolph-Bermpohl-Orkan, 23. Februar 1967 (schwerster bis heute bekannter Orkan an der deutschen Nordseeküste, Spitzenböen konnten nicht gemessen werden) Quimburga (Niedersachsenorkan), 13. November 1972 (Spitzengeschwindigkeit: 245 km/h) Capella, 3. Januar 1976 (Spitzengeschwindigkeit: 145 km/h) Daria, 26. Januar 1990 (Spitzengeschwindigkeit: 200 km/h) Vivian, 25.–27. Februar 1990 (Spitzengeschwindigkeit: 268 km/h) Wiebke, 28. Februar/1. März 1990 (Spitzengeschwindigkeit: 285 km/h) Anatol, 2./3. Dezember 1999 (Spitzengeschwindigkeit: 183 km/h) Lothar, 26./27. Dezember 1999 (Spitzengeschwindigkeit: 272 km/h) Jeanett, 26./27. Oktober 2002 (Spitzengeschwindigkeit 183 km/h) Gudrun, 8./9. Januar 2005 (Spitzengeschwindigkeit: 151 km/h) Kyrill, 18. Januar 2007 (Spitzengeschwindigkeit: 225 km/h) Tilo, 9. November 2007 (Spitzengeschwindigkeit: 137 km/h) Emma, 1./2. März 2008 (Spitzengeschwindigkeit: 236 km/h) Xynthia, 25.–28. Februar 2010 (Spitzengeschwindigkeit: 238 km/h) Joachim, 16. Dezember 2011 (Spitzengeschwindigkeit 212 km/h) Andrea, 5. Januar 2012 (Spitzengeschwindigkeit: 270 km/h (Meteomedia, Konkordiahütte)) Christian, 27./28. Oktober 2013 (Spitzengeschwindigkeit: 171 km/h (St. Peter-Ording)) Xaver, 5./6. Dezember 2013 Ela, 9./10. Juni 2014 (Windgeschwindigkeiten bis zu 142 km/h gemessen) Felix, 10. Januar 2015
Seeadler (KW 01.2015) Es scheint nicht klar zu sein, wie hoch die Lebenserwartung von Seeadlern ist. Wikipedia sagt darüber nichts, der Brockhaus auch nicht. An anderen Stellen, wie zum Beispiel www.der-seeadler.de, steht geschrieben, dass bereits 40 jährige Exemplare gefunden wurden. In der Gefangenschaft könne die Lebenserwartung auch höher liegen. Das solche Dinge im Jahr 2015 noch unklar sind, finde ich schon erstaunlich.
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